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Costa Rica Nebensaison Tipp: Vor Ort eine Wohnung finden

Wer einen Urlaub in Costa Rica plant und alles von zuhause aus planen möchte, der wird schnell feststellen, dass es sich hier nicht um das günstigste Land handelt. So kommt mit Flug und Hotel für 2-3 Wochen schnell richtig viel Geld zusammen. Doch das geht auch anders, erst recht in der Nebensaison.

In der Regel sieht man zwar schnell, dass die Preise in der Nebensaison erheblich tiefer sind, als in der Hauptsaison. So wird das auch auf den Websites der Hotel angezeigt. Tatsache ist jedoch, dass auch diese Preise noch relativ hoch sind.

Denn in Wirklichkeit ist es so, dass es in der Nebensaison in Costa Rica sehr viel weniger Touristen hat, als sonst. Und das ermöglicht folgendes Vorgehen:

  1. Reise zum gewünschten Urlaubsort, es eignen sich vor allem die sehr touristischen Orte.
  2. Bei den Hotel direkt anfragen und dann den Preis verhandeln.

Falls ein gutes Budget vorhanden ist, kann man sich diese Taktik nutzen, um quasi ein „Upgrade“ zu machen. So bekommt man zum Beispiel für das Geld eines Hotelzimmers, auch eine komplette Wohnung, da diese alle leer stehen. Oder man kann auch einfach ein teureres Hotel wählen, welches aber natürlich entsprechend günstiger ist, da auch dort die Gäste fehlen.

Persönliche Erfahrung: Hotelzimmer und Wohnungen zum halben Preis sind keine Seltenheit. Manchmal muss man auch einfach etwas verhandeln. In Tamarindo bekam ich eine Wohnung mit Pool im Garten für 25$ pro Nacht, so lange nur eines von zwei Schlafzimmern genutzt wurde. In Samara gab es eine kleine Wohnung für 50$ statt 80$. Und so weiter.

Wichtig ist eben, dass man vor Ort ist und bereit ist zu gehen, sollte der Preis nicht tiefer werden.

Wenn man gleich einige Wochen oder noch länger am Ort bleiben kann, wird es erst recht günstig. Hier zum Beispiel hat mein Kumpel Adrian was nettes in Manuel Antonio gefunden.

Ein Tipp noch betreffend guter Urlaubszeit: Auf Urlaubszeit in den USA achten. Die Amerikaner machen den grössten Teil der Touristen aus und wenn diese keinen Urlaub haben, dann merkt man das.

Gnägitsch goes Costa Rica!

Es folgt ein Gastbeitrag von Yanik, welcher mich in Costa Rica besucht hat.

Dani hat mir die Ehre erwiesen für seinen Ausrei(s)ser-Blog einen Gastblogeintrag zu verfassen. Also erzähle ich mal wie Dani und ich uns kennen gelernt haben.

Unsere erste Begegnung hatten wir in der Berufslehre als Elektroplaner, wo Dani ein Jahr nach mir in der gleichen Firma sein Berufsleben startete. Während der Lehrzeit hatten wir zuerst keinen und dann nur mässigen Kontakt miteinander, die Wege führten uns auseinander und wieder zusammen als ich meine Arbeit im gleichen Betrieb wieder aufgenommen habe. Unsere gemeinsamen Interessen und Arbeitserlebnisse konnten wir erst freien Lauf lassen, als wir in der gleichen Abteilung arbeiteten. Zurückblickend hatten wir es recht gut und konnten uns jederzeit mit diversen Office-Insiderthemen/Stichworten die Lachmuskeln strapazieren lassen. Ausserdem hatten wir auch das Glück in einem relativen jungen und sehr Kollegialen Umfeld arbeiten zu dürfen.

Mein Name ist Yanik,
auch bekannt als Dr. von Gnägitschen…

Als dies Offiziell wurde das Dani auszuwandern plant , fragte ich ihn ein paar Tage später ob ich ihn dann mal besuchen kann, was er sofort unterstützte und wahrscheinlich auch aus Erfahrung hinzufügte:“ de muesch aber au choh…“! (gsehsch i bi choh…, gesagt getan)

Diverse Ereignisse in meinem Umfeld wie auch Dani’s Auswandern, motivierten mich wiedermal dazu so richtig Ferien zu planen. Mit sehr viel Überzeugungskraft konnte ich bei meinem Chef 3-Wochen Ferien anschliessend zu meinem 3-Wöchigen WK (Militärischer WiederholungsKurs) herausholen.

Ablauf Ende WK / Ferienstart:
Zuhauseangekommenschmeissgewehrallesaufbodenin3tagenfür
5tagearbeitleistensonstlautchefkeineferienleerenkofferkrallenpapiereusw.
vorbereitenundverspätetaufdennzugrennenflugschlafen……
Ankunft LAX International / Los Angeles

Die ersten 2.5 Wochen verbrachte ich mit einem Roadtrip quer über die U.S.A.. Angefangen bei Los Angeles mit dem Chevrolet Tahoe bis nach Chicago. Geprägt von einzigartigen Landschaften, Grossstädten, und verschlafenen Kleinstädten war es ein sehr erlebnisreicher Schnitt durch die Staaten (5’100km/Auto). Von Chicago aus sprangen wir auf den Zug (AMTRAK) nach New York, welches auch die letzte gemeinsame Destination meines Freundes und mir war. Er flog widerstrebig nach 8 Wochen U.S.A zurück in die Schweiz und ich freute mich währenddessen auf eine weitere Woche in Costa Rica/Panama.

Angekommen in Costa Rica holte mich dann Dani auch wirklich am Flughafen ab!!! Aus Tradition habe ich meisten bei solchen Treffen irgendwelche unnötigen Ereignisse ;-). Wir brachten meinen Jumbo-Koffer in seinen Unterstand und starteten gleich ins Nachtleben von San Jose, wobei wir natürlich sehr flüssig meine Ankunft feierten und später noch einen Tacobell (Fast-Food Kette) überfielen!

Wie schon von Dani erwähnt verschoben wir die Reise nach Panama um einen Tag, da ich noch div. Wäsche zum waschen hatte und wir uns beide in einem nicht verkaufsneuem Zustand befunden haben! Also hatten wir Zeit San Jose ein bisschen unter die Lupe zunehmen, welche vom Ambiente, den Leuten und dem San Joseanischen Altag sehr angenehm auf mich einwirkte. Die Einflüsse der U.S.A. waren an vielen Orten erkennbar, dennoch wirkte die Stadt nicht unlateinamerikanisch. Ich weiss nicht ob das damit zusammenhing das ich gerade aus New York anreiste, aber ich empfand San Jose als ziemlich ruhige und vor allem stressfreie Stadt. Jedenfalls war es interessant in diese lateinamerikanische Stadt einzutauchen.

Auf den folgenden Abend verwöhnte mich Dani dann mit seiner weltberühmten Spaghetti Bolognese (yamm schmatz yamm). Den darauf folgenden Tag starteten wir unseren Trip nach Panama, also zuerst nach Puerto Viejo ein kleiner Ort vor der Grenze zu Panama. Mit dem Bus und einem kleinen Motor-Aussetzer unterwegs wirkten die auf dieser kleinen Strecke sich verändernden Klimazonen auf uns ein. In Puerto Viejo erholten wir unseren anstrengenden Trip mit 2-SixPacks auf dem Balkon des Hotels, in welchem wir übernachteten um am nächsten Morgen die Grenze nach Panama zu passieren (Ins. dass Meer angeln… ). Den Grenzübergang finde ich einfach fantastisch, eine während des 2.Weltkrieg gebaute Eisenbahnbrücke welche umfunktioniert wurde.

Mit Bus und Boot erreichten wir die Inselgruppe Bocas del Toro und ich betrat Dani’s Ferien-Paradies, nämlich die Aqua-Lounge zum ersten mal. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten das die Erwartungen von der Aqua-Lounge, die durch Dani’s Schwärmereien entstanden sind berechtigt erfüllt wurden. Kaum angekommen unternahmen wir einen kleinen Spaziergang auf der Insel, jagend nach noch frischen Kokosnüssen. Ich glaube das war die schweisstreibenste Arbeit in der ganzen Ferienzeit + WK, diese Nüsse runter zu holen und sie dann noch aufzukriegen. Nach ca. 45min waren wir zuletzt beide erfolgreich, doch eines entzog sich unserer Aufmerksamkeit. Währenddessen wir halb nackt diese Nüsse bearbeiteten, wurden wir Opfer von den miesesten, gemeinsten Kreaturen die die Erde in ihrer Geschichte je erblickt hat…. es waren diese scheissverdammten Sandflöhe!!! Völlig unsichtbar pirschen sich diese an Ihre Beute heran um einen Hautfetzen oder sonst was ab zubeissen, deren Wunde schlimmer beisst als jeder hoch gezüchteter 4cm-Moskito! Ich habe als ich zuhause wieder ankam, geschlagene 8 Tage mit diesem Jucken gelebt! Das einzige Sichtbare was diese Viecher hinterlassen sind kleine rote Punkte, von denen ich meine ganzen Beine Knie-Abwärts zugepflastert hatte. Nicht mal präventives Insektenspray hält diese Viecher ab, soviel zu dem.

Aber wir hatten wirklich schöne 3 Tage Erholung mit Lachen, Sightseeing, Partying, Schwimmen, Essen, Schlafen.. und zu guter Letzt dekadentes Abstürzen!!! (Joke, es war alles im Rahmen/Maas…).

Unterm Strich hatten wir eine tolle Zeit und ich bin froh dass ich das Vergnügen hatte mit Dani als so zusagender Insider / In Costa Rica lebender diese Orte zu bereisen. Das wars soweit mit meinem Gastblogeintrag, vielleicht wird es in relativer Zukunft sogar noch einen weiteren von mir geben…

Danke fürs lesen
Grüsse
Dr. von Gnägitschen