Archiv für Costa Rica

Pura Vida oder Dura Vida – Das Leben in Lateinamerika

Immer wieder zieht es mich nach Lateinamerika. Aber was macht denn dieses Leben dort so lebenswert oder einzigartig? Ich glaube, es ist eine Kombination aus den Leuten, des Wetters und der Lebensfreude auf der Straße. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue wie aus dem Nichts, plötzlich ein tanzender Hühnerhaufen entstehen kann. So braucht es dazu nur ein wenig Musik und Lebensfreude. Doch woher kommt diese Lebensfreude?

1. Das Klima

Eigentlich reise ich nur im Winter nach Lateinamerika. Während es bei uns kalt und grau ist, scheint hier vorwiegend die Sonne. Wer kennt es nicht man verlässt morgens im Dunkeln das Haus, fährt zur Arbeit und kommt im Dunkeln wieder nach Hause. Zuhause angekommen ist man müde, lungert höchstens noch ein wenig vor der Glotze rum. Man fühlt sich schnell mal schlapp oder gar ein wenig depressiv, mangels an Tageslicht.

In Lateinamerika läuft das alles ein wenig anders. Hier steht man auf geht zur Arbeit bei Sonnenschein, macht Mittags eine längere Siesta wo ausgiebig gegessen, gequatscht und sich ausgeruht wird. Am späteren Nachmittag geht es nochmals ein wenig an die Arbeit und dabei macht schon Pläne für den Feierabend. Schnell findet sich ein Grüppchen aus Familie oder Freunde die sich zum gemeinsamen „Asado“ (Grillen) trifft oder sich zum Ausgehen und Tanzen verabredet. So geniesst man zusammen noch die letzten Sonnenstunden und bleibt öfters bis tief in die Nacht Beisammen.

Lateinamerika

2. Die Zeit

In unseren Breitengraden scheint alles hektisch und unpersönlich. Irgendwie ist man ständig unter Zeitdruck und verliert viel Energie mit der ständigen Planung was als nächstes erledigt werden muss. In Lateinamerika ticken die Uhren noch ein wenig langsamer.

Dies spiegelt sich sich im Verhalten der Menschen wieder. Wartet man auf den Bus, so weiß man nicht so genau, wann dieser fährt, jedoch wartet man nie allein und quatscht mit Jedem, welcher dem selben Schicksal ausgesetzt ist.

Hier wird mit Fremden gescherzt und gelacht. Das Schlüssel zur dieser Heiterkeit ist wohl das Leben im Moment. Was kommt, das kommt und was war, das war. Sich darüber zu Sorgen, macht doch eigentlich keinen Unterschied.

Also alles „Pura Vida“ oder gibt es auch Schattenseiten?

Klingt mir alles ein wenig zu schön und bunt, das muss doch auch einen Haken haben?

Klar nicht alles was glänzt, ist Gold. Braucht man dringend mal einen Stempel oder ein Dokument von einer Behörde, kann aber auch wirklich niemand sicher sein, wann er dieses Begehren gestillt hat. Da heißt es dann sehr gerne mal: Wir sind nicht zuständig oder kommen sie Mañana nochmals.

Auch wenn es um die Sicherheit geht, sollte man stets ein wachsames Auge haben. Dies schränkt manchmal auch ein wenig ein und man läuft nicht immer so unbeschwert durch das Latinopflaster, wie im deutschsprachigen Raum.

Wie stets denn um die allgemeinen Unterschiede wie Hobbies oder Namen?

Musik hat bei uns zweifellos einen großen Stellenwert, jedoch glaube ich, können wir mit den Latinos nicht mithalten. Denn hier wird die Musik fast immer mit dem Tanz verbunden. Und Tanzen ist ihnen in die Wiege gelegt. Den Rhythmus hat jedes Kind schon im Blut, während wir „Gringos“ steif daneben stehen und ein wenig neidisch das Schauspiel betrachten. Jeder tanzt mit Jedem und die Lebensfreude flammt wieder auf.

Häufige Vornamen

In meiner Zeit in Südamerika habe ich festgestellt, dass es ähnlich wie bei uns sehr beliebte Trends bei den Vornamen gibt. So hört man ebenso schnell heraus, welcher Vorname in welcher Generation relativ häufig vergeben wird. Aber es gibt auch Dauerbrenner:

Funny Fact – Das sind die 5 beliebtesten Namen

Lateinamerika:
1. Gabriel
2. Lucas
3. Daniel
4. Juan
5. Diego

Quelle: http://www.studentsoftheworld.info/penpals/stats.php3?Pays=XSA

Deutschland:
1. Maximilian
2. Alexander
3. Paul
4. Elias
5. Ben

Quelle: https://magazin.rubbelbatz.de/baby/vornamen/schoene-jungennamen/

Sport & Fußball

Geht es um Sport, denke ich, haben wir die Nase knapp vorn. Und zwar weil sich hierzulande mehr Leute aus Gesundheitsgründen bewegen. Auch glaube ich, dass die Palette an verschiedenen Sportarten bei uns um einiges breiter ist.

Aber wehe, es steht ein Fussballspiel einer Nationalmannschaft an. Hier kommt Groß und Klein, Alt und Jung zusammen und fiebert mit. Und schießt die Mannschaft auch schon ein Tor wird gefeiert, als ob man den Weltmeistertitel gewonnen hätte, egal wie das Spiel ausgeht.

Kino

In Lateinamerika hat das Kino noch einen sehr hohen Stellenwert. Hier steht wohl auch das ausgeprägte Sozialverhalten im Vordergrund, indem man gerne zusammen Ausgeht. In Europa konsumiert man hingegen gerne ganz gemütlich von der eigenen Couch aus.

Mittelamerika

Sprache

Wie stets um die Sprachen? Dies ist bei uns ganz klar schon länger im Fokus. So spricht eigentlich praktisch jeder der Generationen XYZ mindestens ein paar Brocken, viele sogar fließend Englisch.

In Mittel- und Südamerika wird zwar auch Englisch unterrichtet, jedoch spricht man viel lieber in der eigenen Sprache. Die jüngeren werden sich zwar immer mehr der Wichtigkeit von der Weltsprache bewusst, jedoch scheut man sich oft vor dem Sprechen und tut sich schwer mit der Aussprache.

Auch ist man generell sehr stolz auf die eigene Sprache. Dies hängt wohl damit zusammen, dass deutlich mehr miteinander gesprochen wird, als in Europa.

Auto fahren in Costa Rica 3

Auto fahren in Costa Rica hatte ich ja schon hier und hier zum Thema gemacht. Darum ist das auch schon der dritte Teil. Und dieses Mal wird es wichtig, für alle Touristen, die in Costa Rica Auto fahren wollen.

UPDATE: Dieser Beitrag wurde zuerst 2012 veröffentlicht.

Allgemeines zum Auto fahren in Costa Rica

Wer aus Westeuropa kommt oder auch aus den USA, Kanada und so weiter (ihr wisst was ich meine), der kann in Costa Rica zum Beispiel im Urlaub ohne Weiteres ein Auto mieten und hier fahren. Dazu ist nur ein gültiger Führerschein und ein Reisepass nötig. Das ist sehr unkompliziert, zumindest dieser Teil.

Komplizierter dürfte für einige Leute die Frage sein, ob man das überhaupt machen möchte. Wer sich zum Beispiel im Strassenverkehr schon in Europa nicht sicher fühlt und vielleicht nicht zu 100% von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, der sollte eventuell davon absehen. Denn Costa Rica hat eine überdurchschnittlich hohe Unfallrate, was wohl auf die „Ausbildung“ in dem Bereich zurückzuführen ist. In der Regel muss man also beim Fahren auf sich und auch auf alle anderen aufpassen.

Autounfälle in Costa Rica

Neues Gesetz hindert Touristen am Gehen

Touristen bekommen in Costa Rica gemäss COSEVI (Strassenverkehrsamt) jährlich tausende von Strafzetteln. Über 6’000 davon werden dabei nicht bezahlt, da die Touristen natürlich keine Konsequenzen fürchten. Und bisher war das auch so. Denn die Folgen waren für die meisten Touristen unbedeutend, denn sie durften lediglich nicht mehr einreisen, bis sie die Kosten beglichen. In der Regel entschied man sich dann natürlich dafür nicht zu bezahlen. Und im Falle einer späteren Rückkehr, konnte man sich immer noch darum kümmern.

Das war nicht sehr effektiv und darum wurde das Gesetz nun „umgedreht“. Von nun an kann man nämlich das Land nicht mehr verlassen, bis man seine Schulden mit Costa Rica beglichen hat. Das heisst man kann hier ohne Weiteres noch am Flughafen gestoppt werden. In dem Zusammenhang wurden auch für Beamte die Regeln verschärft. Für diese gibt es nun ernsthafte Strafen, sollten diese jemanden ohne zu bezahlen gehen lassen. So soll Korruption verhindert werden.

Costa Rica hat an anderer Stelle gute Erfahrungen mit ähnlichen Gesetzen gemacht. So dürfen zum Beispiel Personen nicht ausreisen, ohne Unterhalt für Kinder bezahlt zu haben.

Ein Auto

Update zur Situation in Costa Rica

Im Zuge der zuvor schon angesprochenen Gesetze, wurde auch für die einheimischen Fahrer so einiges geändert. Es ist zwar tatsächlich eine wichtige Tatsache, dass Touristen mit offenen Rechnungen nicht abreisen können, das ist aber mehr nebensächlich.

Ein Vergleich der Unfallstatistiken von 2013 und 2015 zeigt, dass der Einfluss der Gesetze im Hinblick auf die Unfalltoten bisher wenig aussagekräftig ist. Mit 644 Personen sind sogar einige mehr ums Leben gekommen, als noch 2 Jahre zuvor. Aber, das ist eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Immerhin sind noch immer tausende von Fahrern auf den Strassen, die nie richtig fahren gelernt haben. Sie haben eventuell eine Bestechung bezahlt, um die Fahrlizenz zu erhalten und beachten Gesetze nicht (etwa Anschnallpflicht oder Helm für Motorradfahrer).

Das sich etwas geändert hat, wird jedoch klar, wenn man sieht, wie oft die Verkehrspolizei Kontrollen macht und wie die neuen Gesetze Einfluss auf die Fahrzeuge haben. Gemäss der Statistik der Weltgesundheitsorganisation sind nur noch 1% der Verkehrstoten aufgrund von Alkohol am Steuer. Eine sehr positive Entwicklung. Hier scheinen die hohen Strafen erste Erfolge zu zeigen.

Sicher reisen in Costa Rica [Video]

Costa Rica kann insgesamt als sehr sicheres Reiseland bezeichnet werden. Heisst aber natürlich nicht, dass es nicht zwischendurch zu Diebstählen oder anderen kleineren Problemen kommen kann.

Insbesondere sollte man in den grösseren Städten nachts vorsichtig sein und nicht in irgendwelchen Strassen herumgehen. Stattdessen besser mit dem Taxi von A nach B kommen.

Wer ein Auto mietet sollte dieses nicht unbeaufsichtigt lassen. Die meisten Hotel verfügen über überwachte Parkplätze, wo das Auto sicher abgestellt werden kann.

Wer mit gesundem Menschenverstand vor geht sollte weitestgehend problemfrei reisen können. Was passieren kann, wenn man diesen Menschenverstand ausschaltet, erzähle ich in diesem Video:

Das übrigens ein kleiner Ausschnitt von einem Interview mit Kilian vom Spanisch Crashkurs für Reisende. Wer sich das Video über YouTube ansieht findet dort auch entsprechende Links zum Kurs.

Einige allgemeine Tipps:

  • In grossen Städten nachts nicht zu Fuss unterwegs sein.
  • Keine grossen Geldbeträge oder Schmuck „herumzeigen“.
  • In Costa Rica kann man fast alles und überall mit Visa oder Mastercard bezahlen. Das ist besser als viel Bargeld dabei zu haben.

Costa Rica mit dem Mietwagen erleben

Costa Rica ist definitiv ein sehr reisefreundliches Land. Egal, ob mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen Auto. Der Transport von A nach B gestaltet sich äusserst einfach, ist sicher und dazu noch sehr schnell. Denn, Costa Rica ist ein sehr kleines Land, welches einem ermöglicht, in kurzer Zeit sehr vieles kennen zu lernen.

Warum also ein Mietauto nehmen?

Das ist sicher eine berechtigte Frage. Immerhin erreicht man auch mit den ÖVs die beliebten Touristenorte im Nu. Welchen Vorteil sollte hie ein Mietauto also bieten? Das wird bestimmt sogar noch teurer sein. Oder etwa nicht?

Die Antwort darauf ist einfach: Ja, ein Mietauto kostet mehr, als wenn man mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist. Wer also mit einem sehr kleinen Budget reist, der wird wahrscheinlich aufs Auto verzichten.

Jetzt aber zu den Vorteilen eines Mietwagens:

  • Dadurch dass Costa Rica so klein ist, kann man mit einem eigenen Auto sehr vieles sehen. Man ist dadurch nicht auf den Busfahrplan angewiesen (je nach Ort nur einige Male pro Tag).
  • Man kann Orte erkunden, in die keine Touristenbusse fahren und die dementsprechend schwierig erreichbar sind. Was allerdings nicht bedeutet, dass es dort weniger zu sehen gibt. Es bedeutet einfach, dass der entsprechende Ort noch nicht von Tourismus erschlossen wurde.
  • Mit dem Auto kann man viel mehr erleben. Wie wäre es, wenn man einfach mal anhalten könnte, wenn gerade ein Faultier am Strassenrand sitzt. Der Bus wird bestimmt nicht haltmachen.
  • Dank dem Auto kann man auch Gegenden aufsuchen mit deutlich weniger Touristen. Das führt dann oft auch zu weniger Ausgaben für Essen und Hotel. Denn die Hotels und Restaurants ausserhalb der Touristenorten sind deutlich günstiger.

Wo miete ich mein Auto?

Für die Automiete hat man in Costa Rica wahrscheinlich so viele Möglichkeiten, wie in jedem anderen Land. Denn so ziemlich jede bekannte Autovermietung hat sich hier niedergelassen. Zum Beispiel hertz, Dollar Rent a Car, Adobe oder Sixt.

Somit hat man also jederzeit die Möglichkeit zu einem dieser Vermieter zu gehen und direkt ein Auto zu bekommen. Wer auch hier wieder etwas sparen will, dem empfiehlt es sich im Internet zu vergleichen. Da liegt dann zumeist noch einiges drin.

Das Auto entgegennehmen oder abgeben kann man heute in fast jedem grösseren Urlaubsort, am Flughafen und in den grösseren Städten, wie San José, Cartago, Liberia, Limon und so weiter.

So mietest du in Costa Rica ein Haus oder eine Wohnung

Alle Infos dazu in diesem Video von Tropenwanderer: