Tag Archiv für Touristen

Auto fahren in Costa Rica 3

Auto fahren in Costa Rica hatte ich ja schon hier und hier zum Thema gemacht. Darum ist das auch schon der dritte Teil. Und dieses Mal wird es wichtig, für alle Touristen, die in Costa Rica Auto fahren wollen.

UPDATE: Dieser Beitrag wurde zuerst 2012 veröffentlicht.

Allgemeines zum Auto fahren in Costa Rica

Wer aus Westeuropa kommt oder auch aus den USA, Kanada und so weiter (ihr wisst was ich meine), der kann in Costa Rica zum Beispiel im Urlaub ohne Weiteres ein Auto mieten und hier fahren. Dazu ist nur ein gültiger Führerschein und ein Reisepass nötig. Das ist sehr unkompliziert, zumindest dieser Teil.

Komplizierter dürfte für einige Leute die Frage sein, ob man das überhaupt machen möchte. Wer sich zum Beispiel im Strassenverkehr schon in Europa nicht sicher fühlt und vielleicht nicht zu 100% von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, der sollte eventuell davon absehen. Denn Costa Rica hat eine überdurchschnittlich hohe Unfallrate, was wohl auf die „Ausbildung“ in dem Bereich zurückzuführen ist. In der Regel muss man also beim Fahren auf sich und auch auf alle anderen aufpassen.

Autounfälle in Costa Rica

Neues Gesetz hindert Touristen am Gehen

Touristen bekommen in Costa Rica gemäss COSEVI (Strassenverkehrsamt) jährlich tausende von Strafzetteln. Über 6’000 davon werden dabei nicht bezahlt, da die Touristen natürlich keine Konsequenzen fürchten. Und bisher war das auch so. Denn die Folgen waren für die meisten Touristen unbedeutend, denn sie durften lediglich nicht mehr einreisen, bis sie die Kosten beglichen. In der Regel entschied man sich dann natürlich dafür nicht zu bezahlen. Und im Falle einer späteren Rückkehr, konnte man sich immer noch darum kümmern.

Das war nicht sehr effektiv und darum wurde das Gesetz nun „umgedreht“. Von nun an kann man nämlich das Land nicht mehr verlassen, bis man seine Schulden mit Costa Rica beglichen hat. Das heisst man kann hier ohne Weiteres noch am Flughafen gestoppt werden. In dem Zusammenhang wurden auch für Beamte die Regeln verschärft. Für diese gibt es nun ernsthafte Strafen, sollten diese jemanden ohne zu bezahlen gehen lassen. So soll Korruption verhindert werden.

Costa Rica hat an anderer Stelle gute Erfahrungen mit ähnlichen Gesetzen gemacht. So dürfen zum Beispiel Personen nicht ausreisen, ohne Unterhalt für Kinder bezahlt zu haben.

Ein Auto

Update zur Situation in Costa Rica

Im Zuge der zuvor schon angesprochenen Gesetze, wurde auch für die einheimischen Fahrer so einiges geändert. Es ist zwar tatsächlich eine wichtige Tatsache, dass Touristen mit offenen Rechnungen nicht abreisen können, das ist aber mehr nebensächlich.

Ein Vergleich der Unfallstatistiken von 2013 und 2015 zeigt, dass der Einfluss der Gesetze im Hinblick auf die Unfalltoten bisher wenig aussagekräftig ist. Mit 644 Personen sind sogar einige mehr ums Leben gekommen, als noch 2 Jahre zuvor. Aber, das ist eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Immerhin sind noch immer tausende von Fahrern auf den Strassen, die nie richtig fahren gelernt haben. Sie haben eventuell eine Bestechung bezahlt, um die Fahrlizenz zu erhalten und beachten Gesetze nicht (etwa Anschnallpflicht oder Helm für Motorradfahrer).

Das sich etwas geändert hat, wird jedoch klar, wenn man sieht, wie oft die Verkehrspolizei Kontrollen macht und wie die neuen Gesetze Einfluss auf die Fahrzeuge haben. Gemäss der Statistik der Weltgesundheitsorganisation sind nur noch 1% der Verkehrstoten aufgrund von Alkohol am Steuer. Eine sehr positive Entwicklung. Hier scheinen die hohen Strafen erste Erfolge zu zeigen.

Mit einem Mietauto mehr erleben

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten von Touristen. Die einen fahren in den Urlaub um zu entspannen und verbringen ihre Tage dabei am liebsten am Strand, lassen sich Drinks bringen und gehen dann irgendwann wieder nachhause. Die anderen wollen etwas erleben, sie suchen Abenteuer und sind ständig unterwegs.

In die zweite Gruppe gehören auf jeden Fall jene Touristen, welche zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Ort zu Ort reisen und welche man oft als Rucksacktouristen bezeichnet. Die anderen hingegen, sind wohl eher die Hoteltouristen, welche bevorzugen an einen Ort zu bleiben.

Dazwischen könnte man noch die Mietauto-Touristen ansiedeln. Denn sie haben in der Regel ein höheres Budget als die Rucksacktouristen, möchten aber dennoch mobil sein und etwas erleben.

Abenteuer mit dem Mietauto

mietautoMit einem Mietauto durch ein fremdes Land zu fahren ist ein Abenteuer. Denn auch in Ländern, welche sehr touristisch sind, kann man mit dem eigenen Auto noch vieles entdecken. So kann man sich abseits der bekannten Wege des Mainstreamtourismus bewegen und Land und Leute dadurch wirklich kennen lernen.

Je nachdem, wo man unterwegs ist, bedeutet die Mobilität sogar einen Preisvorteil. Denn wenn man nicht an öffentliche Verkehrsmittel gebunden ist, kann man eine günstige Unterkunft in der weiteren Umgebung finden.

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man auch Sehenswürdigkeiten erreichen kann, welche etwas weiter entfernt sind. Diese sind dann in der Regel weniger frequentiert und man kann seinen Aufenthalt wirklich geniessen.

Unterwegs zu sein, zum Beispiel mit Freunden oder Familie, macht ganz einfach auch Spass. Selbst wenn man nicht von Touristen besuchte Orte aufsucht, gibt es in der Regel etwas zu erleben.

Das Foto kommt von sxc und dem User craitza

Die Mysteriösen Steinkugeln von Costa Rica

Da lebt man jahrelang in einem Land und was noch nicht einmal, dass hier die Ausserirdischen ihre Spuren hinterlassen haben… So würde es zumindest Erich von Däniken ausdrücken. Die Rede ist von den mysteriösen Steinkugeln Costa Ricas. Diese wurden 1940 entdeckt, als man im Diquis Delta Platz für Bananenplantagen schaffte. Diese Steine, welche gemäss den Wissenschaftlern, von Eingeborenen von Hand bearbeitet wurden, formen (perfekte) Kugeln. Die grösste ist immerhin 2,15m im Durchmesser und soll ca. 16 Tonnen wiegen. Tatsache ist auch, dass das Gestein selbst nicht aus der Region stammt. Stattdessen hat man ein natürliches Vorkommen ca. 70km entfernt gefunden. Die Frage ist meiner Meinung nach daher nicht unberechtigt, wie beförderten „primitive“ Eingeborene einen 16 Tonnen Stein, 70km durch den Costa Ricanischen Dschungel?

steinkugeln costa rica

Wie auch immer. Diese Fragen werden wohl offen bleiben, denn kaum ein Stein blieb an Ort und Stelle. Viele wurden zerstört, um entweder Platz zu schaffen oder aber weil es Gerüchte gab, dass diese mit Gold gefüllt wären. Somit ist es heute nur noch schwer nachzuvollziehen, wie diese bearbeitet und transportiert wurden oder was generell der Sinn dahinter war. Auch lässt sich über die Ausrichtung und Standorte nichts mehr sagen, da erste Aufzeichnungen zu wenig genau sind und heute nichts mehr vorhanden ist.

Schätzungen zufolge gab es zwischen 180 und 300 solcher Steinkugeln in Costa Rica. Vor allem im Diquis Delta und auf der Isla del Caño. Heute findet man nur noch wenige am ursprünglichen Standort. Während viele zerstört wurden, befinden sich einige wenige in Museen, doch der grosse Teil ist in Privatbesitz.

Costa Rica hat den Steinkugeln einen Platz auf der alten 5000 Colones Banknote gewidmet und stellt einige öffentlich aus. So zum Beispiel im Garten des Nationalmuseums.

Dennoch, ein Besuch des Fundortes könnte sicher ein interessantes Erlebnis sein. Vor allem sollte man die Chance jetzt noch nutzen, denn Costa Rica möchte gerne, dass die Steine als UNESCO Weltkulturerbe angesehen werden. Dies würde natürlich sehr viel Aufmerksamkeit bringen und man könnte wohl mit einer Flut an Touristen rechnen.

Wer also mal in der Nähe ist, der sollte einen Besuch in Betracht ziehen. Hier noch einige Quellen.