Archiv für Costa Rica

Was kann man in Cartago machen? (Costa Rica)

Cartago ist die ehemalige Hauptstadt Costa Ricas, bevor San Jose zur Hauptstadt wurde. Die Stadt liegt auf über 1’400m über Meer und hat mit der Agglomeration ca. 141’000 Einwohner (Stand 2003). Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist definitiv die Basilika „Nuestra Señora de los Angeles“, wo viele Ticos einmal pro Jahr hin pilgern.

Am 2. August pilgern also viele Menschen nach Cartago. Auf den Knien gehen sie dann in der Basilika zum Altar, um die so genannte „La Negrita“ zu sehen. Die Schwarze Madonna. Der Legende nach ist einer Nonne neben der Basilika die Heilige Jungfrau erschienen.

Basilika Cartago

Ebenfalls im Zentrum von Cartago befindet sich dann noch die Ruine einer alten Kirche, welche 1870 zerstört wurde (Erdbeben). Im Innenhof der Ruine befindet sich ein Garten, welcher manchmal offen ist (meistens leider nicht).

Ein Wohnhaus eines ehemaligen Präsidenten von Costa Rica besteht bis heute. Es ist im typischen Stil gebaut. Im Weiteren gibt es noch ein Museum in Cartago.

Cartago bietet sich ausserdem als Startpunkt für verschiedene Ausflüge an. So kann man mit dem Bus auf den höchsten Vulkan des Landes fahren, dem Irazu (3432m). Seit über einem Jahr ist der Vulkan Turrialba aktiv. Diesen sieht man zwar nicht aus Cartago, aber zum Beispiel aus dem nur 8km entfernten Paraíso.

Auch ein Ausflug ins Orosi Tal lohnt sich. Dort befindet sich die älteste Kirche Costa Ricas, welche 1735 im Kolonialstil erbaut wurde. In Orosi findet man ausserdem eine schweizer Bäckerei, welche ich nur jedem empfehlen kann.

Update: Mittlerweile kenne ich auch die Betreiberin der Bäckerei. Hier findest du noch zusätzlich Infos darüber: Schweizer Bäckerei Orosi

Funfact: Joaquín Eufrasio Guzmán wurde 1801 in Cartago geboren und wurde 1844 Präsident von El Salvador (nicht von Costa Rica).

Foto von Pictory

Zwei Meisterschaften, Finale und Supercup

Die Costaricaner sind wirklich fussballverrückt. Das habe ich ja schon mehrfach angesprochen. Zum Beispiel als ich bei meinem ersten Spiel dabei war oder als das Nationalteam gegen Trinidad und Tabago ran musste.

Lange Zeit hatte ich immer das Gefühl, dass im costaricanischen Fussball ständig was gefeiert wird. Richtig damit befasst hatte ich mich aber nie und ich ging davon aus, dass es einfach einen Pokal und eine Meisterschaft gibt. Doch weit gefehlt.

Zwei Meisterschaften pro Jahr

Jep, in Costa Rica gibt es zwei Fussballmeisterschaften pro Jahr. Die Meisterschaften Invierno (Winter) und Verano (Sommer).

Aber mal von vorne. 1921 wurde die erste Meisterschaft ausgetragen. Damals gab es nur einen Meister pro Jahr. Und das ging so bis 2007.

Im Winter 2007 wurde das geändert und seither gibt es immer zwei Meister pro Jahr (wobei natürlich das gleiche Team bei Titel gewinnen kann).

Playoffs und Finale (mit Rückspiel)

Die beiden Meisterschaften werden dabei in einem Modus mit Playoffs und Finale ausgetragen. Das heisst erst spielen alle Team in Hin- und Rückspielen gegeneinander. Dann kommen die besten 4 der 12 Teams in die Playoffs (oder Halbfinale), auch hier gibt es jeweils 2 Spiele. Die jeweiligen Gewinner stehen sich dann im Finale gegenüber.

Tore sind zuhause gleich viel wert wie auswärts. Das heisst wenn im Hinspiel 1:0 gespielt wird und dann im Rückspiel 4:5, dann steht es 5:5 und es geht in die Verlängerung.

Kein Pokal aber ein Supercup

Seit langer Zeit möchten die Verantwortlichen in Costa Rica einen Pokal austragen. Doch irgendwie scheint es nicht zu klappen. Die Organisation ist eben schon schwierig 😉

Nach den beiden Meisterschaften vom Winter und vom Sommer, gibt es dann dafür einen Supercup. In diesem spielen die beiden Meister gegeneinander. Das ist dann quasi der echte Titel des Jahres.

Costa Rica Rundreise von Experten

Costa Rica gilt als eines der schönsten und abwechslungsreichsten Länder für Naturliebhaber, aber auch Aktiv-Reisende. Es beeindruckt durch seine reiche Flora und Fauna. Costa Rica pflegt diese Naturschönheiten und hat heute inzwischen fast ¼ seiner Fläche unter Naturschutz gestellt. Auch die touristische Infrastruktur wird stetig ausgebaut und ist inzwischen auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet.

Auch viele Reiseveranstalter in Deutschland haben Costa Rica inzwischen als Reiseziel in ihr Angebot aufgenommen. Leider gleichen sich deren Angebote oft und es werden nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes besucht ohne, dass die Reisenden das „wahre“ Costa Rica kennen lernen. Doch es gibt soviel mehr zu erleben, den Flair den dieses Land versprüht, die Gastfreundschaft seiner Bewohner oder die vielen beinahe unberührten Strände und anderen Naturgeheimtipps.

Der Reiseveranstalter IT’S YOUR TRIP hat sich auf Individualreisen konzentriert, bei denen seine Kunden genau dieses „Mehr“ erleben können. Grund dafür ist, dass die Reisen gemeinsam vom Team in Deutschland, aber vor allem auch von Experten in Costa Rica sowie dem Kunden auf der Basis dessen Wünsche und Bedürfnisse erstellt werden. Aufgrund mehrerer Partner in Costa Rica kann IT’S YOUR TRIP für jede Costa Rica Reise meist mehrere Vorschläge unterbreiten und diese ganz individuell anpassen. Der Kunde ist in direktem Kontakt mit den Experten und kann so seine ganz spezielle Costa Rica Rundreise erstellen lassen, um das „wahre“ Costa Rica zu erleben.

Costa Rica Nebensaison Tipp: Vor Ort eine Wohnung finden

Wer einen Urlaub in Costa Rica plant und alles von zuhause aus planen möchte, der wird schnell feststellen, dass es sich hier nicht um das günstigste Land handelt. So kommt mit Flug und Hotel für 2-3 Wochen schnell richtig viel Geld zusammen. Doch das geht auch anders, erst recht in der Nebensaison.

In der Regel sieht man zwar schnell, dass die Preise in der Nebensaison erheblich tiefer sind, als in der Hauptsaison. So wird das auch auf den Websites der Hotel angezeigt. Tatsache ist jedoch, dass auch diese Preise noch relativ hoch sind.

Denn in Wirklichkeit ist es so, dass es in der Nebensaison in Costa Rica sehr viel weniger Touristen hat, als sonst. Und das ermöglicht folgendes Vorgehen:

  1. Reise zum gewünschten Urlaubsort, es eignen sich vor allem die sehr touristischen Orte.
  2. Bei den Hotel direkt anfragen und dann den Preis verhandeln.

Falls ein gutes Budget vorhanden ist, kann man sich diese Taktik nutzen, um quasi ein „Upgrade“ zu machen. So bekommt man zum Beispiel für das Geld eines Hotelzimmers, auch eine komplette Wohnung, da diese alle leer stehen. Oder man kann auch einfach ein teureres Hotel wählen, welches aber natürlich entsprechend günstiger ist, da auch dort die Gäste fehlen.

Persönliche Erfahrung: Hotelzimmer und Wohnungen zum halben Preis sind keine Seltenheit. Manchmal muss man auch einfach etwas verhandeln. In Tamarindo bekam ich eine Wohnung mit Pool im Garten für 25$ pro Nacht, so lange nur eines von zwei Schlafzimmern genutzt wurde. In Samara gab es eine kleine Wohnung für 50$ statt 80$. Und so weiter.

Wichtig ist eben, dass man vor Ort ist und bereit ist zu gehen, sollte der Preis nicht tiefer werden.

Wenn man gleich einige Wochen oder noch länger am Ort bleiben kann, wird es erst recht günstig. Hier zum Beispiel hat mein Kumpel Adrian was nettes in Manuel Antonio gefunden.

Ein Tipp noch betreffend guter Urlaubszeit: Auf Urlaubszeit in den USA achten. Die Amerikaner machen den grössten Teil der Touristen aus und wenn diese keinen Urlaub haben, dann merkt man das.

3 Sätze, 3 Missinformationen über Costa Rica

Ok, mal ehrlich, wie viel Missinformation über Costa Rica passt in 3 kurze Sätze? Klar, 3 Missinformationen. Ich habe neulich einen Artikel gelesen, in welchem es darum ging, dass eine Amerikanerin nach Costa Rica auswandern möchte. Wer sich für den genauen Kontext interessiert, findet den Artikel hier.

„Casey wants to live in a warm tropical setting and the cost of living is extremely low in Costa Rica. She wants to put as much distance as possible from Florida. Costa Rica appeals to her because Americans are warmly embraced by the locals, and she feels this is the best place to start a new life.“

Auf Deutsch: „Casey in einem warmen, tropischen Land leben und die Lebensunterhaltskosten in Costa Rica sind extrem tief. Sie möchte so weit weg von Florida, wie nur möglich. Costa Rica fasziniert sie, weil Amerikaner von den Einheimischen herzlich willkommen werden und sie hält dies daher für den besten Ort für ein neues Leben.“

Ok, ok, ok…

1. Missinformation

„the cost of living is extremely low in Costa Rica“ – „Lebensunterhaltskosten in Costa Rica sind extrem tief“

Genau, darauf sind schon viele hereingefallen. Costa Rica ist alles andere als günstig. Schon gar nicht für jemanden, der sich in den USA nicht zur oberen Mittelschicht zählen kann.

2. Missinformation

„as much distance as possible from Florida“ – „so weit weg von Florida, wie nur möglich“

Tja, die Aussage ist einfach nur dumm… Es gibt selbst in den USA tausende Orte, welche weiter von Florida entfernt sind, als das Land Costa Rica. In der Tat gibt es nur etwas 7 Länder, welche noch näher an Florida dran sind, als Costa Rica!

3. Missinformation

„Americans are warmly embraced by the locals“ – „Amerikaner von den Einheimischen herzlich willkommen werden“

Und die wohl schmerzhafteste Missinformation. Meiner Meinung nach sind die Amerikaner in vielen Teilen Costa Ricas nicht mehr so willkommen, wie das vielleicht mal war. Zu viele kamen in das Land, um Geschäfte zu machen, ohne das die Ticos davon profitierten. Und zu viele amerikanische Touristen, verhalten sich nicht gerade korrekt, den Einheimischen gegenüber, was dem Image der USA geschadet hat.